Botschaft aus Ramallah – Freundschaftsforum Ramallah-Bonn

Liebe Bonner Freunde,

im Namen der Vorsitzenden und Mitglieder des Partnerschaftsforums Ramallah-Bonn senden wir Ihnen unsere herzlichen Grüsse.
Es ist Weihnachtszeit. Und eigentlich sollte vor ein paar Tagen die Weihnachtsbaumleuchtung in verschiedenen Städten in Palästina gefeiert werden, mit Musik und Feuerwerken, danach haette es den Weihnachtsmarkt gegeben, wo Glühwein und palästinensischer Weihnachtsschmuck verkauft wird, und vieles anderes. Leider wurde Alles dieses Jahr abgesagt, denn das ganze Besetzte Westjordanland trauert über ihre Verwandten und Familien, die in Gaza und in Westjordanland umgekommen sind.

Alle palästinensischen Menschen fürchten um ihr Leben, nicht nur im Gazastreifen, sondern auch hier im Westjordanland und in Ostjerusalem. Es besteht die Gefahr einer weiteren ethnischen Säuberung, also der Fortsetzung der Vertreibung (Nakba) des Jahres 1948. In 1948, war ich 6 Jahre alt war, und wurde mit meiner ganzen Familie aus meinem Elternhaus in Haifa, von Israelischen Soldaten raus gezwungen. Ich bin nur einer von über 750,000 Palaestinenser die in dem Jahr flüchtlinge gemacht wurden, und die bis heute nicht zurück durften.

Die derzeitige extremistische israelische Regierung hat durch neue Gesetze ihre Siedler und Zivilisten bewaffnet – es sind bereits durch diese sowie das israelische Militär mehr als 200 palästinensische Menschen erschossen worden, auch in Ramallah.
Alle Menschen haben das Recht, in Freiheit zu leben. Palaestinenser genauso wie alle anderen Völker der Welt.

Prof. Dr. Kamal Shamshoum
Vorsitzende des Freundschaftsforums Ramallah-Bonn

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